Krönender Saisonabschluss für TVK Herren

Für die Damen des TV Kirchheimbolanden ist die Pokalaufgabe eine Nummer zu groß. Dafür trumpfen die TVK-Herren zweimal groß auf und holen nach 2024 erneut den großen Pfälzer Pott. Viele Komplimente gibt’s auch. Weil beim Top-Four-Finale „Kibos“ Korbjäger perfekte Gastgeber sind.

 Die einen in der gut gefüllten Sporthalle überschrieben das Top-Four-Finale um den Pfalz-Pokal nach beeindruckendem TVK-Auftritt mit zwei deutlichen Siegen im Halbfinale und Endspiel als „Sahnehäubchen auf einer starken Saison“. Die anderen nannten „Kibos“ Coup im Cup „das perfekte Happy End“. Faruk Yassin, einer der stark auftrumpfenden TVK-Helden, fand es einfach einen „tollen Saisonabschluss“, und Balazs Nagy, TVK-Top-Scorer im Finale, freute sich, dass gleich seine erste Saison im Kirchheimbolandener Trikot für ihn mit einem Titel veredelt wurde.

Auch Sven Radlloff, der „Edel-Routinier“ und mit knapp 50 Jahren einer der wertvollen Leistungsträger im Team, nimmt den Erfolg gerne mit: „Die Pokal-Endrunde ist ein schönes Event. Erst recht in unserer Halle. Der Pokalsieg macht unsere gute Saison zu einer besonderen.“ Aber das große TVK-Vorbild fügt auch hinzu: „Am allerwichtigsten ist mir der Spaß an der Sache. Und den haben wir alle im Team jedes Mal, wenn wir uns treffen. In jedem Training. Und in jedem Spiel.“

Krause-Lotts ruhige JobsEs gab nach der TVK-Gala und dem zweiten Pokalsieg in drei Jahren bei der Siegerehrung am Sonntagabend nur strahlende Gesichter in Reihen des Turnvereins. Deshalb wurde im Team bei der abschließenden Siegehrung Arm in Arm auch lautstark gejubelt und gefeiert, leckerer Secco aus dem großen Pott getrunken. Der langanhaltende, große Applaus der zahlreichen eigenen Fans ging den TVK-Cracks runter wie Öl. Das Team, eine echte Einheit, dessen Eifer, Engagement und Einstellung sich wie ein großer Funke bis auf die Tribüne übertrug, brachte mit dem Pokal-Triumph nur positive Gedanken in alle Köpfe. Sie werden fest in Erinnerung bleiben bis zu Beginn der neuen Saison im September.

„Was uns so stark macht, ist die große Tiefe in unserem Kader. Wir können nach Belieben rotieren, jeden fast gleichmäßig lange einsetzen, mit den Kräften haushalten und bis zum Schluss mit voller Energie durchziehen“, meinte Eva-Maria Krause-Lott. Die langjährige Erfolgstrainerin hatte richtig gute Laune. Nicht nur wegen des Erfolges. Auch wegen der Art und Weise, wie „ihre Jungs aufgetreten sind“. „Wir verstehen uns als starke Einheit, und wir spielen richtig gut zusammen als Team. Das ist unser Erfolgsrezept“, freute sich „Kibos“ Verantwortliche.

Krause-Lott hatte an der Seitenlinie zweimal einen ganz ruhigen Job. Weil es rund lief beim 92:68-Finalsieg gegen den Landesliga-Rivalen SG Ludwigshafen/Frankenthal. Und noch mehr am Samstagabend im Halbfinale, in dem Krause-Lott „ihren Jungs“ eine noch bessere Leistung attestierte. Das sah auch Philipp Reis so, der gegen den Bezirksligisten SG TV Dürkheim/BI Speyer III beim überzeugenden 101:74 (55:44)-Sieg zum Top-Scorer avancierte. „Wir haben mit großer Intensität dagegen gehalten und hatten die Partie, je länger sie lief, immer besser im Griff“, sagte das TVK-Nachwuchsass. „Wir haben unseren Matchplan konsequent durchgezogen. Das war unsere Stärke und gab letztlich den Ausschlag, obwohl sich die SG gut verkaufte.“ Sein Vater Sven Radloff, mit ihm oft Seite an Seite auf dem Spielfeld, kannte das zweite „Geheimnis“: „Wir sind unberechenbar. Weil jeder in unserem Team gut für Korberfolge ist. Wir haben keinen High-Performer, dafür treffen meist fünf bis sechs Spieler zweistellig. Oft sind es andere. Das ist gut für uns und schlecht für den Gegner.“

TVK-Damen ohne ChanceSchlecht für ihre Gegner war die große Klasse der Kaiserslautern Thunderbolts. „Kibos“ Korbjägerinnen hatten im Damen-Halbfinale keine Chance. Das Landesliga-1-Topteam, das Meisterschaft und Oberliga-Aufstieg feierte und mit dem Gewinn des Pfalz-Pokals nach dem 75:33-Endspielsieg gegen den TV Clausen das begehrte Double in die Barbarossastadt holte, setzte sich früh deutlich ab und zeigte eindrucksvoll den Klassenunterschied auf. Jeweils nur fünf Punkte gelangen den chancenlosen TVK-Mädels in den Teilabschnitten zwei, drei und vier, während die Thunderbolts mit viel Druck und schön vorgetragenen Tempovorstößen den Gastgeberinnen mächtig einheizten. Kontinuierlich baute der Pokal-Champion seine Führung aus und gewann am Ende deutlich 75:25 (42:15). „Unsere Mädels haben zwar alles gegeben. Aber es reichte eben bei weitem nicht“, sagte Trainer Sven Radloff. „Die Thunderbolts waren uns athletisch und von der Geschwindigkeit um Längen überlegen. Auch kostete der große Lauterer Defensiv-Druck uns viele Ballverluste, die die Thunderbolts in Fastbreaks mit einfachen Korberfolgen ummünzten.“ Der Schmerz für das erwartete Halbfinal-Aus war aber schnell vergessen. Schließlich gab es am Sonntagabend die große TVK-Party, bei der alle mitfeiern konnten.