Big Points im Verfolgerduell?

Schlüsselspiel in der Kleinen Residenz. Der Tabellenzweite trifft auf den Drittplatzierten. Wer bleibt in der restlichen Rückrunde erster Verfolger des Spitzenreiters 1. FC Kaiserslautern II? Der TV Kirchheimbolanden empfängt am Samstag (18 Uhr, Realschul-Sporthalle) in der Basketball-Landesliga mit dem ASC Mainz einen seiner härtesten Rivalen in der Saison 2025/2026.

Mit dem ASC Mainz empfängt der TV Kirchheimbolanden einen seiner härtesten Rivalen. Das Hinspiel gewann der TVK – und die Trainerin Eva-Maria Krause-Lott weiß, wie auch diesmal der Sieg gelingt.

Bereits das Hinspiel zwischen den beiden Teams hatte Brisanz und Klasse. In einem schnellen, offenen Schlagabtausch verlangten die starken Rheinhessen damals dem TVK alles ab. In der ersten Halbzeit führte Mainz lange Zeit. Rechtzeitig zum Seitenwechsel kamen die Nordpfälzer heran und drehten im dritten Durchgang das enge Match. Bis zum Schluss verteidigte die Truppe um Trainerin Eva-Maria Krause-Lott den Vorsprung. Auch dieses Mal rechnet Kirchheimbolandens Verantwortliche mit einem komplett ausgeglichenen Match, in dem am Ende Kleinigkeiten entscheiden werden.

So wie im Hinspiel, als sich der TVK erstmals zu Beginn der zweiten Hälfte innerhalb von nur wenigen Sekunden auf zehn Zähler Vorsprung absetzte. Und schließlich in der Crunchtime, als die hartnäckigen ASC-Cracks zunächst wieder auf zwei Punkte (65:67) herangekommen waren und am Sieg schnupperten. Doch der Turnverein gab in diesem Moment mit der entscheidenden 12:0-Offensive zur 79:65-Führung die passende Antwort. Damit entschieden die Kreisstädter das damalige Gipfeltreffen. Wird’s auch dieses Mal wieder ein Krimi? Entscheidet sich die Partie erneut erst auf der Zielgeraden? Nicht ausgeschlossen – betrachtet man sich die bisherigen Auftritte beider Teams.

Beide Mannschaften haben jeweils zweimal verloren – die Mainzer beide Partien gegen die aktuell besser gestellten Klubs aus Kaiserslautern und Kirchheimbolanden. Der TVK leistete sich neben der Niederlage gegen das Ausnahmeteam des 1. FCK II einen bösen Patzer beim Drittletzten in Ludwigshafen. Verlieren die TVK-Cracks nun das Verfolgerduell, verliert der TVK auch seinen zweiten Platz an die Rheinhessen.

Umgekehrt bietet sich in der „Vier-Punkte-Partie“ aber auch ein großer Hebel für die Krause-Lott-Schützlinge: Mit einem erneuten Sieg würden sich „Kibos Korbjäger“ gleich doppelt besser stellen. Erstens, weil sie dann einen Sieg und zwei Punkte mehr auf dem Konto hätten. Und zweitens, weil der TVK am Saisonende mit dem besseren direkten Vergleich bei Punktgleichheit in der Tabelle die Nase vor dem Rivalen hätte.

Krause-Lott weiß, was auf dem Spiel steht, und fordert – wie letzte Woche in Speyer – die perfekte Einstellung und eine Top-Teamleistung. Jeder Einzelne sei am Samstag gefragt, wie die Trainerin erklärt: „Wir brauchen unser ganzes Potenzial, um Mainz zu schlagen. Da muss alles passen. Letzte Woche hatten wir auch nicht so gute Phasen und trafen auch nicht perfekt von der Freiwurflinie. Das muss sich nochmals verbessern.“

„Phasenweise haben wir richtig gut zusammengespielt. Da war ich echt begeistert, wie wir die Towers ausgespielt haben. Gute Towers-Aktionen konnten wir postwendend beantworten. Oft sogar mit einem Dreier“, blickte Krause-Lott nochmals zurück. „Es sind die kleinen Dinge, an denen wir noch arbeiten müssen. So leisteten wir uns zum Beispiel noch zu viele Fehlpässe – auch das muss sich bessern. Wir brauchen eine größere Kontinuität über das ganze Spiel.“

Das Match in Speyer als anspruchsvoller Jahresauftakt sei die perfekte Vorbereitung für das Spitzenspiel gegen den ASC gewesen, wie die erfahrene Pädagogin meinte: „Es ging körperlich schon gut zur Sache. Wir haben uns da aber nicht aus unserem Rhythmus bringen lassen und unseren Stiefel bis zum Ende heruntergespielt. Gegen Mainz brauchen wir wieder den unbedingten Zusammenhalt im Team.“ Wenn es im Kollektiv wieder wie zuletzt funktioniert, die TVK-Cracks defensiv die starken ASC-Schützen wie Fernando Barron, Aaron Orth und Ibrahima Tall an die Kette legen und offensiv wieder Korbgefahr von vielen Positionen entfachen, kann „Kibos“ Höhenflug in der Landesliga auch 2026 weitergehen.