TVK Herren mit 13 Dreiern zum Erfolg

Kibos“ Korbjäger sind in der Erfolgsspur zurück. Nach der knappen Niederlage im Spitzenspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern II landete der TV Kirchheimbolanden nur eine Woche später in der Basketball-Landesliga beim Tabellenvierten DJK Nieder-Olm einen 94:83 (57:48)-Erfolg.

Spektakulär, auf hohem Niveau und extrem punktereich verlief die erste Hälfte eines flotten Nachbarschaftsduells, in das der TVK gut rein kam. Nach zunächst ausgeglichener Anfangsphase erarbeitete sich die Mannschaft um Trainerin Eva-Maria Krause-Lott bereits Ende des ersten Viertels den ersten nennenswerten Vorsprung. Vom 15:13 (6.) übernahmen die Nordpfälzer dank eines 8:0-Laufes bis zum 15:21 (9.) erstmals die Initiative. Dank des finalen Dreiers von Marc Noll ging das TVK-Team mit einer Acht-Punkte-Führung in die erste kurze Pause.

Im zweiten Spielabschnitt bauten die TVK-Cracks ihren Vorsprung weiter aus. Mit schnellem Umschaltspiel und einer perfekten Chancenverwertung zog der Turnverein von 24:28 (12.) auf 30:42 (15.) davon und hielt diesen Abstand bis zum Seitenwechsel. Zwei Dreier von Balazs Nagy kamen im richtigen Moment, um die hartnäckigen Hausherren auf Distanz zu halten. Auch kurz vor der Halbzeitsirene waren es erneut zwei direkt hintereinander verwandelte Würfe aus der weiten Distanz von Moritz Braun, die Nieder-Olms Aufholjagd erfolgreich abwehrten.

Die Vorentscheidung fiel im dritten Durchgang, den die Gäste erneut für sich entscheiden konnten. Mit dem 25:13-Teilerfolg – auch dank einer nun stark verbesserten Abwehrleistung – schraubte der Tabellenzweite aus der kleinen Residenz seinen Vorsprung auf phasenweise 25 Zähler in die Höhe (56:81, 29.). Wieder griff das Erfolgsrezept aus Hälfte eins: Die hohe Effizienz von den Außenbahnen. Alleine im dritten Viertel versenkten die TVK-Korbjäger sechs Dreier in die DJK-Reuse. Insgesamt erzielte der Turnverein 13 Drei-Punkte-Treffer – eine überragende Ausbeute von der 6,75-Meter-Marke!

Eine Top-Bilanz brachte Balazs Nagy mit sechs Weitwurf-Treffern in die Bücher. Nach 30 Minuten stand es 82:61 für Krause-Lott & Co. – die frühe Entscheidung. Zwar konnten die Rheinhessen in der „Crunchtime“ Punkt um Punkt aufholen und den Rückstand gefährlich nah bis auf 83:89 (39.) verkürzen. Raum für die mögliche Wende und eine spannende, hektische Schlussphase gab der TVK aber nicht mehr. Rechtzeitig stoppten die Gäste Nieder-Olms Aufholjagd mit ihren Freiwurferfolgen in der Schlussminute, als nach vielen DJK-Fouls fünf von sechs Würfen erfolgreich das Ziel fanden.

„Wir haben das ganze Spiel über mit einer direkten Mann-Mann-Verteidigung agiert. Diese Strategie erwies sich als erfolgreich. Es war das zumindest phasenweise ganz enge Spiel, wie wir das auch erwarteten bei der Qualität des Gegners. Der Sieg war kein Selbstläufer, auch wenn wir zwischenzeitlich deutlich mit über 20 Zählern führten. In dieser Phase spielte uns vor allem in die Karten, dass Nieder-Olm auf eine Zonenverteidigung umstellte und wir den Freiraum auf den Außenbahnen für Drei-Punkte-Abschlüsse erfolgreich nutzten. Insgesamt war unsere Abschlussquote von der ganz weiten Position schon sehr hoch, was ja sonst eher nicht so der Fall ist. Doch im dritten Viertel haben wir mit den Dreiern die DJK gefühlt aus der Halle geschossen“, erklärte TVK-Trainerin Krause-Lott.

„Zum Ende hin waren wir nicht mehr so fokussiert. Die Luft war etwas raus nach der deutlichen Führung, auch wurde das Match hektischer, was der Gegner besser nutzte. Durch die vielen Fehlpässe und Ballverluste haben wir uns nicht mehr mit Ruhm bekleckert. Doch wir haben das Ding dann irgendwie über die Bühne gebracht.“

Das versehentlich letzten Freitag bereits für das vergangene Wochenende angekündigte Heimspiel gegen die SG Ludwigshafen/Frankenthal findet am Samstag (18 Uhr) statt.