Sieg im Verfolgerduell – Tom Dreyer verletzt

Der TV Kirchheimbolanden bleibt in der Basketball-Landesliga weiterhin der hartnäckigste Rivale des ungeschlagen Spitzenreiters 1. FC Kaiserslautern II. Im Verfolgerduell gegen den Drittplatzierten ASC Mainz II feierte die glänzend aufgelegte Mannschaft um Trainerin Eva-Maria Krause-Lott einen deutlichen 87:63 (45:29)-Sieg.

Dank eines starken und deutlich gewonnenen zweiten Viertels (27:9) hielten die TVK-Cracks die Rheinhessen auf Distanz und ließen auch nach dem Seitenwechsel nichts mehr anbrennen. Blieb im Hinspiel in Mainz die packende Partie bis in die Schlussminute spannend, so trumpfte dieses Mal der TVK groß auf und hatte dank einer überragenden Vorstellung entscheidenden Anteil daran, dass die „Luft“ früh raus war aus dem einseitigen Match. Dabei verliefen die Durchgänge eins (18:20) und drei (17:16) ausgeglichen. Doch Kirchheimbolandens Sturmlauf vor dem Seitenwechsel zu der beruhigenden 16-Punkte-Pausenführung gab der Begegnung die klare Richtung vor.

„Mainz hat frech begonnen und uns ab der ersten Minute mit einer Ganzfeldpresse attackiert. Darauf mussten wir uns zunächst einstellen. Auch gab es einige Ballverluste gegen die frühe und aggressive Verteidigung – doch diese Fehler hielten sich dieses Mal deutlich in Grenzen“, analysierte Krause-Lott das Spitzenspiel. „Nach dem knappen Rückstand nach dem ersten Viertel spielten wir groß auf und machten in der Phase bis zur Halbzeit 20 Zähler wett. Das war ganz stark von den Jungs. Je länger das Spiel dauerte, desto besser kamen wir mit der Mainzer Defensivstrategie klar und haben immer wieder die Presse ausgespielt.“

Die TVK-Trainerin lobte die starke Teamleistung. Dank großer Ausgeglichenheit im Kader und eines perfekt funktionierenden Kollektivs hatten die Kreisstädter den Gegner gut im Griff. Auffällig war die gleichmäßige Verteilung der Punkte. Nicht ein oder zwei Spieler standen im Mittelpunkt. Immer wieder zeichneten sich andere TVK-Korbjäger im Angriff aus und kamen erfolgreich zum Abschluss. So wechselten sich im spielentscheidenden Moment, als der TVK vor der Halbzeit die deutliche Führung herauswarf, fast alle eingesetzten Spieler gleichmäßig ab. Ob Sven Radloff oder Philipp Reis, ob Tom Dreyer oder Balazs Nagy, ob Ludwig Weinsheimer oder Lukas Jäger – es kam fast jeder zum Zug.

„Gleich fünf Spieler punkteten insgesamt zweistellig bei uns. Ein deutliches Zeichen, wie ausgeglichen wir besetzt waren“, erzählte Eva-Maria Krause-Lott. Bei Mainz trafen nur zwei Basketballer, Mher Marashlian (14) und Julian Moghtader (10), zweistellig. „Das war eine sehr körperbetonte Partie, zuweilen verdammt ruppig. Doch wir haben gut dagegengehalten und uns nicht einschüchtern lassen“, sagte Krause-Lott. „Uns kam vielleicht entgegen, dass Mainz nicht in Bestbesetzung angetreten war. Dafür hatten sie einige U16-Oberligaspieler dabei, die ja auch ganz schön gut Basketball spielen können.“

Nach dem großen TVK-Lauf in der ersten Hälfte entwickelte sich die Begegnung zum „Selbstläufer“ für den Turnverein. Krause-Lott freute sich, dass ihre Mannschaft seriös weiterspielte und Mainz nicht noch einmal entscheidend herankommen ließ. Einmal führte der TVK nach Seitenwechsel sogar mit 28 Punkten Differenz – die frühe Entscheidung. „Ich muss die Jungs echt loben. Das haben sie wirklich prima gemacht. Auch bei den Rebounds haben wir die entscheidenden Zweikämpfe gewonnen. Ich kann niemand hervorheben, denn das Team als Einheit funktionierte perfekt. Das hat heute richtig Spaß gemacht. Der einzige Wermutstropfen war drei Minuten vor Schluss die schwere Verletzung von Tom Dreyer, der zuvor noch unter den Körben groß auftrumpfte“, sagte Krause-Lott. „Tom hat einen Ellbogenschlag ins Gesicht bekommen. Wir gehen davon aus, dass er die Nase gebrochen hat.“

Ob oder wie lange der TVK-Topscorer ausfallen wird, wusste „Kibos“ Übungsleiterin am Samstagabend noch nicht. Dreyer hat nach dem großen Schock ohnehin etwas „Schonzeit“, da die Kreisstädter jetzt drei Wochen Pause haben und in der Landesliga erst wieder am 21. Februar gefordert sind.