Eva Krause-Lott, die Trainerin des TV Kirchheimbolanden, war nur mit der Anfangsphase ihres Teams in der Landesligapartie bei der SG Towers Speyer-Schifferstadt nicht zufrieden. TVK spielt beim Sieg über die SG Towers Speyer- Schifferstadt ein grandioses zweites Viertel.
Sonntagsspaziergang am Samstagnachmittag: 89:54 (44:21) gewinnt der TV Kirchheimbolanden bei der SG Towers Speyer-Schifferstadt und bleibt in der Landesliga auf dem eingeschlagenen Erfolgsweg.
„Speyer trat nur mit sieben Spielern an. Wir hatten neun Leute dabei und konnten mehr rotieren als der Gegner“, erklärte TVK-Trainerin Eva-Maria Krause-Lott die Unterschiede zwischen beiden Teams. „Speyer hatte auch eine sehr kleine Mannschaft, wir dagegen brachten richtig Größe aufs Feld. Auch das brachte uns Vorteile.“ Doch „Kibos“ Verantwortliche an der Seitenlinie war nicht rundum zufrieden mit dem TVK-Auftritt. Vor allem die Anfangsphase
gefiel der langjährigen Trainerin nicht. Da habe ihr Team zu langsam und behäbig gespielt, meinte sie und sprach dabei insbesondere das erste Viertel an. 7:6 und 10:8 führten die Towers in der Anfangsphase, später 17:16. Der erste Spielabschnitt endete 18:18.
Danach gab es aber ein völlig anderes Spiel. Ein Spiel, das Krause-Lott deutlich besser gefiel. Vor allem im zweiten Viertel zündete der TVK den Turbo und brannte ein wahres Basketball-Feuerwerk ab. Mit sage und schreibe 26:3 gewannen „Kibos“ Korbjäger diese Phase und schafften bis zur Halbzeit bereits die frühe Vorentscheidung.
„Im zweiten Viertel haben wir einfach Basketball gespielt. Speyers Presse spielten wir mit schnellen Pässen gekonnt aus und setzten immer wieder effizient unsere Center ein“, zeichnete Krause-Lott den Knackpunkt der Partie nach. „Das Erfolgsrezept war eigentlich wirklich ganz einfach: Wir spielten schnell und trafen gut. Damit war dann alles plötzlich gut. Entscheidend war sicherlich, dass wir unsere Vorteile unterm Korb echt gut nutzten. Egal, wer auf den tiefen Positionen spielte, ob es Lukas Ruther, Henning Borggräfe, Tom Dreyer oder Faruk Yasin war – wir waren extrem fix auf den Beinen. Das war wirklich ein grandioses zweites Viertel! Ein klasse Teamleistung.“
Doch nicht nur in der Offensive zeigte der Turnverein mit Tempo sowie körperlicher Stärke und Durchschlagskraft unter den Körben seine Überlegenheit, auch defensiv klappte alles. Nur drei Gegentreffer kassierte der TV Kirchheimbolanden in einem Viertel. Dass dieses „Kunststück“ schon einmal zuvor in der Landesliga glückte – daran konnte sich keiner beim Turnverein erinnern.
Nach der deutlichen Pausenführung war der Rest „Schaulaufen“. Die Durchgänge drei (20:12) und vier (25:22) entschieden die Nordpfälzer ebenfalls für sich und bauten damit den Vorsprung bis zum Ende auf 35 Punkte Differenz aus. Ohne dabei aber nochmals ans Limit gehen beziehungsweise die Intensität und Effektivität aus dem zweiten Viertel zeigen zu müssen.
Bisher glückte der Saisonauftakt mit zwei deutlichen Auswärtssiegen mehr als ordentlich. Die dritte, sicherlich schwerste Auswärtsaufgabe in nur drei Wochen wartet aber bereits am kommenden Sonntag (12 Uhr), wenn der Spitzenreiter aus der Kleinen Residenz beim Tabellenzweiten und direkten Verfolger ASC Mainz II zu Gast ist. Die Rheinhessen haben wie der TVK zwei Erfolge bislang aufs Konto gebracht. Besonders beeindruckend war der letzte deutliche 93:67-Heimsieg gegen den TV Oppenheim – ein „Gipfeltreffen“ bereits am dritten Spieltag, eine erste echte Bewährungsprobe für die Krause- Lott-Schützlinge bei einem Landesliga-Spitzenteam!