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TVK I landet mit Rumpftruppe fast ein Überraschungscoup
1. FC Kaiserslautern 2 - TVK I 82 : 70

Die halbe Mannschaft fehlte und dennoch war der TV Kirchheimbolanden in der Basketball-Landesliga knapp dran am Überraschungscoup: Mit 70:82 (31:39) verlor aber schließlich das glänzend eingestellte Team um Trainerin Eva Krause-Lott beim letztjährigen Oberligisten 1. FC Kaiserslautern II.

Mit den beruflich und privat verhinderten Heiner Thauern, Sven Radloff, Mirko Friedrich und Sascha Kopcan fehlten alleine vier Leistungsträger, die gut für einen Platz in der Starting-Five-Formation gewesen wären. Keine leichte Aufgabe für Krause-Lott und ihre junge Truppe. Doch das große Handicap sah man den Kreisstädtern nicht an. Nach einem frühen Acht-Punkte-Rückstand, der auch zur ersten Viertelpause (12:20) Bestand hatte, blieb der Landesliga-Aufsteiger das komplette Spiel über den Roten Teufel auf den Fersen, sogar mehrmals knapp daran, dem Duell der beiden pfälzischen Traditionsclubs eine entscheidende Wende zu geben. So zum Beispiel direkt nach dem Seitenwechsel, als der TVK mit elf Treffern in Folge den 31:41-Rückstand in der kleinen, engen, unbequem zu bespielenden Betzenberghalle in eine 42:41-Führung verwandelte. Überragend in dieser Phase: Lennart Vatter. Das Eigengewächs versenkte in nur drei Minuten drei Dreier in der FCK-Reuse!

Zwar konnte sich Lautern wieder schnell danach auf acht Zähler absetzen, doch der TVK konterte kurz vor Ende des dritten Durchgangs erneut: Slavko Strock machte es Vatter nach und traf zweimal in kürzester Zeit von der weiten 6.75-Meter-Distanz. Insgesamt verbuchten die Nordpfälzer acht Drei-Punkte-Treffer, der 1. FCK nur sechs. „Kibos“ Korbjäger zeigten eine großartige Moral, mit der „zweiten Luft“ war das TVK-Rumpfteam wieder auf 56:54 (30.) herangekommen – vor Beginn der entscheidenden Spielphase war wieder alles offen. Taktische Disziplin in der Verteidigung gab die Basis für den starken Auftritt. Der Titelanwärter tat sich schwer im Korbabschluss, verschaffte sich erst auf den letzten Metern den entscheidenden Vorteil. Lange Zeit im vierten Viertel verlief die packende Partie auf des Messers Schneide. Drei Minuten vor Schluss lag der TVK nur knapp zurück, ehe die Dämme brachen. Die zwölf Zähler Differenz am Ende spiegeln nicht den wahren Spielverlauf wider. „Ich bin stolz auf mein Team. Das war eine starke Vorstellung. Gar nicht auszudenken, wie das Match mit voller Besetzung gelaufen wäre“, sinnierte Eva Krause-Lott im Gespräch. „Wir hatten den Oberliga-Absteiger am Rande einer Niederlage.“ Nächstes Wochenende hat der Turnverein spielfrei.

So spielten sie: Strock (20 Punkte), Ruther (14), Vatter (11), Noll (9), Kubiak (9), Dreyer (5), Salifu (2), Braun.
Quelle: Rheinpfalz