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Drei Fragen - Interview mit Eva Krause-Lott

Das hatte sich Eva Krause-Lott sicher anders vorgestellt, als sie 2015 die TVK-Herren nach dem freiwilligen Oberliga-Rücktritt bei der „Stunde Null“ übernahm und acht Monate später sogar den bitteren Abstieg aus der Landesliga quittieren musste. Im Sommer 2016 formte sie dann eine Mannschaft, die als Meister prompt den direkten Wiederaufstieg schaffte. Jetzt steht alles wieder am „Anfang“. Wie Kibos Cheftrainerin die Männer auf die neue Landesliga-Saison vorbereitet und welche Taktik sie sich ausgedacht hat, darüber sprach die RHEINPFALZ mit Eva Krause-Lott.

Eva, wie viel Schweiß ist in den Sommermonaten geflossen, wie intensiv sah die Vorbereitung auf das neue Abenteuer Landesliga aus?
Ganz ehrlich: Wir haben es dieses Jahr mal ganz anders gemacht. Das sind alles erwachsene, eigenverantwortliche Spieler. Konditions- und Athletiktraining hatte jeder selbst in seinem Trainingsdrehbuch im Sommer stehen. Was die Fitness anbelangt, da war jeder Spieler für sich selbst verantwortlich. Die letzten drei Ferienwochen haben wir dann, auch das war völlig untypisch, bereits komplett in der Halle und auch nur mit Ball trainiert. Da haben wir die Kondition eben über viele Spielelemente nochmals feingeschliffen. Jetzt gerade in den drei Wochen bis zum Saisonbeginn stehen die Taktik und die Systeme im Mittelpunkt der Trainingsarbeit.

Bauen Sie auf bewährten Systemen auf oder stellen Sie Laufwege und spieltaktische Varianten um?
Eigentlich beides. Was sich gut bewährte, ist weiterhin erlaubt. Wir müssen aber auch nicht so Gutes aus der Vergangenheit deutlich verbessern. Das ist zum Beispiel unser Angriff, da taten wir uns schwer, den perfekten Abschluss zu kreieren, spielten insgesamt zu langsam. Wir müssen die Intensität in den Zweikämpfen erhöhen und das Umschaltspiel verbessern. Wir brauchen mehr Schnelligkeit auf dem Feld und auch den einen oder anderen einfachen Überzahltreffer. Ein weitere wichtige Herausforderung wird sein, strukturierter und taktisch disziplinierter zu spielen. Die Landesliga wird kein Zuckerschlecken, da werden wir nicht mehr frei zum Wurf kommen. Über ein funktionierendes, schnelles Teamspiel müssen wir Voraussetzungen schaffen, um erfolgreich zu sein.

Bevor Sie das erste Mal in eigener Halle laufen, stehen zwei Pflichtaufgaben in der Fremde auf dem Programm. Fluch oder Segen?

Wir werden die ersten beiden Septemberwochen noch nicht komplett sein. Die Runde fängt früher als sonst an. Der Pokal am 3. September wird und kann noch kein Maßstab sein. Ich selbst werde bei der ersten Meisterschaftsaufgabe in Bad Bergzabern nicht dabei sein können. Die erste echte Bewährungsprobe sehe ich deshalb beim Heimspiel gegen den VT Zweibrücken, wenn wir als Kollektiv komplett auf einen Gegner treffen, den ich auf Augenhöhe mit uns erwarte. Dann hoffen wir wie in der letzten Runde wieder auf einen großen Zuschauerzuspruch. Gerade in eigener Halle mit den Fans im Rücken wollen wir wichtige Punkte für den Kampf um den Klassenerhalt sammeln!
Quelle: Rheinpfalz